Ab 1938 wurde die jüdische Bevölkerung zur Zwangsarbeit außerhalb der Konzentrationslager herangezogen. Sie war meist in Zwangsarbeiterlagern und Ghettos untergebracht. Die Gesamtzahl der Juden und Jüdinnen, die im Reichsgebiet Zwangsarbeit leisten mussten, betrug etwa 110.000. Jüdische Frauen aus dem Barackenlager Milbertshofen arbeiteten z. B. in der Flachsröste in Lohhof. Im O.T.-Lager Allach-Karlsfeld - ein Lager der Organisation Todt und eine Erweiterung des KZ-Außenlagers Dachau-Allach - mussten bis zu 1.350 Juden als KZ-Häftlinge ab dem Sommer 1944 Zwangsarbeit für BMW-Allach leisten. 1) Der Einsatz jüdischer KZ-Häftlinge in Dachau-Allach begann am 12. Juli 1944 und erfolgte vor allem im Kommando BMW-Bau. 2)
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1) In München lag das Lager an der heutigen Troppauerstraße am Hart.
2) Josef Jarolin, Zusammenfassender Entwicklungsbericht über den Arbeitseinsatz 1943 – 1944.
