Das KZ-Außenlager Dachau-Allach

Abschrift:

„Wirtschafts und Verwaltungshauptamt
Amtsgruppenchef D
Oranienburg, den 1. März 1944
- Konzentrationslager -
Geheim Tgb. ·Nr. 447/44

Betrifft: Überwachung der Häftlinge.

 

An die
Lagerkommandanten der
Konzentrationslager

 

Geheim
Da., Sa., Bu., Mau., Flo., Neu., Au. I u. III, Gr. ·Ro., Natz., Stu., Rav.
Herz., Lub., War., Berg-Bels., Gruppen/. D. Riga, Gruppenl. D. Krakau.

Es hat sich als unbedingt notwendig und überaus richtig herausgestellt, daß die Häftlinge in den Lagern durch geeignete Häftlinge (Spitzel) überwacht werden. Die Lagerkommandanten haben den Vorgängen im Lager ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen, damit sie nicht eines Tages von größeren unsicheren Ereignissen überrascht werden.

Glücks

SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS“

Das SS-System der „KZ-Selbstverwaltung durch die Häftlinge“ baute auf Denunzianten und Spitzel innerhalb der Häftlingsgesellschaft. Dies war auch im Außenlager Dachau·Allach so. Der bekannteste Spitzel in Allach war ein Häftling Namens „Heuß“ [Anm. Klaus Mai: vermutlich Dr. Deutsch]. Er betrieb mehr oder weniger offiziell seine Spitzeltätigkeit im Lager und in den BMW-Werkshallen.
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