Das BMW-Würmlager
Das Würmlager an der Dachauer Straße gegenüber dem BMW-Heizkraftwerk.

Das „Würmlager” war das kleinste der drei Fremdarbeiterlager und lag nördlich zwischen dem BMW-Heizkraftwerk und dem Würmkanal. Ursprünglich als Unterkunft für Werksmitarbeiter geplant, war das Lager mit dem Werkshallenausbau ab 1941 entstanden und wurde später als Unterkunft für etwa 150 Fremdarbeiter genutzt. Alle Baracken hatten fließend Kalt- und Warmwasser sowie Zentralheizung. Die Warmwasser- und Strom lieferte das gegenüberliegende BMW-Kohlekraftwerk. Die Sanitäranlagen befanden sich im rückwärtigen Teil der Steinbaracken (5 Toiletten, 2 Rundwaschbecken, 1 Steinbadewanne, 2 Tische, 1 Ofen). Die Fremdarbeiter waren In jeweils vier Schlaf- und Wohnräumen pro Baracke untergebracht. Die Essenversorgung erfolgte über eine eigene Lagerkantine. 1) Die Ausstattung in diesem Lager war insgesamt etwas besser. In einem Raum von 40 Quadratmetern (Größe etwa 5 mal 8 Meter) hausten bis zu 16 Fremdarbeiter.  Zwischen und hinter den „falschen Fachwerkbaracken” befanden sich mit Erde bedeckte Luftschutzbunker.  Das Würmlager wurde bei den alliierten Luftangriffen nie getroffen. Der Luftdruck von in der Nähe explodierender Bomben deckte jedoch teilweise die Dächer ab. Deutlich erkennbar der Luftschutzbunker auf dem ehemaligen Sportplatz der BMW-Wohnsiedlung Ludwigsfeld. 1) Der Name „Würmlager” oder „Würmsiedlung” war sprachumgänglich die Postanschrift: „BMW-Würmsiedlung, München 68, Dachauerstraße 669, Haus 1 bis 9”.
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1) Vgl. dazu: Johann Schröpfer, Erinnerungen, 1945 - 2020, Smolinski-Verlag, München 2019.

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