Die nachstehenden Aussagen ehemaliger Häftlinge aus dem Lagerkomplex Dachau-Allach stehen für sich. Viele Häftlinge waren ortsfremd, nur wenige hatten Zugang zu Zahlen und waren der deutschen Sprache nicht oder nur unzureichend mächtig. Die Tatsache, dass sich befragte Häftlinge nicht mehr an den genauen Tag oder die Uhrzeit der Verbrechen erinnerten, den oder die Täter nicht mehr erkannten oder beschreiben konnten ist kein Indiz dafür, dass die Taten so nicht stattgefunden haben. Für die Dokumentation ihrer Taten haben die NS-Täter durch ihren „bürokratischen Wahn” selbst gesorgt. Akten und Schriftstücke sind in vielfacher Ausfertigung verteilt gewesen, so dass eine komplette Vernichtung dieser Schriftstücke praktisch nicht möglich war. Neben den erhalten gebliebenen Originalen finden sich immer wieder Kopien oder Durchschläge solcher Dokumente in den öffentlichen Archiven, die heute jedem zugänglich sind. So kann jede der nachfolgenden Aussagen oder Berichte mit Hilfe dieser Dokumente inhaltlich ausgefüllt und soweit erforderlich, inhaltlich eingeordnet und damit präzisiert und vor allem verifiziert werden.
