Das „Eisenbahnkommando” - auch „Moll-Kommando” genannt - setzte sich meist aus jüdischen KZ-Häftlingen zusammen. Es war in erster Linie für den Bau der Gleisanbindung für BMW-Allach, den Bau des „Moll-Gleises” und für den Ausbau des Bahnhofs Karlsfeld zuständig. Das „Moll-Gleis” führte von der Kiesentnahmestelle „Moll-See” [heute Karlsfelder See] Richtung Süden auf einem eigens dafür aufgeschütteten Bahndamm über eine Holzbrücke über die Würm östlich des BMW-Wohnlagers Ludwigsfeld hinter der großen Versammlungshalle vorbei und querte nahe dem BMW-Haupteingang über eine Holzbrücke die Dachauer Straße. Über dieses Gleis der Schmalspurbahn wurden die gewaltigen Kiesmengen für den Beton zum Bau des „BMW-Hallenbunkers” herangefahren. Die Ladung des Zuges war so schwer, dass der Zug von zwei Loks gezogen werden musste. 1) Diese Schmalspurbahn wurde zunächst dafür gebaut, Kies aus dem Moll-See zur Aufschüttung auf das Rangierbahnhofgelände zu transportieren. Kapo dieses auch als „Eisenbahnkommando” bezeichneten Kommandos war der KZ-Häftling Christof Knoll. 2)
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1) Aussage von Josef Beil, Zeitzeuge und Anwohner.
2) Christof Knoll, * 20.4.1895 in Fürth, # 45061,3700, Schneider, Sch., gesch., 2 Kinder, Deutscher. Vgl. ITS 1.1.6.7\KLEIN-F-KNY\1616.
